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Hier der Veranstaltungskalender der Stadt Gifhorn: 
http://www.stadt-gifhorn.de/1_module/v_kalender/home.asp


Gitarrespielen von Hans-Jürgen Gundlach

Ein Gitarrespieler  aus Gifhorn Stadt,
der  spielte alle matt und platt.
Kein Spieler  war  so gut wie er,
und auch kein Stück  war  ihm zu schwer.
Bis eines Tags er  sich  verliebte
und nur noch  andere Sachen  übte.

Ein Gitarrist  aus Niedersachsen.
der  sagte:  „Schluß jetzt mit den  Faxsen!
Ich  krieg beim Spielen Schuldgefühle,
weil ich  so  oft nicht richtig spiele.
Ich rühr´ das  Ding niemals mehr an!“
Geht es nicht jedem  so, irgendwann?

Ein Guitarman aus Ahnsen,
der  spielte bis zum Wahnsinn
ein ganzes Jahr in einem  fort
nur  einen  einzigen Akkord
und war  trotz all dem Üben
nicht mit dem  Klang zufrieden.

Ein Gitarrist  aus Gamsen
befiel gleichfalls der  Wahnsinn,
als man zwei  Instrumente
ihm  unter  seine Arme klemmte,
dass er auf den  Gitarrensaiten
versucht, sich  selber  zu begleiten.

Ein Gitarrenspieler  aus Leiferde
pflanzte sie Hals über  Kopf  in die Erde
und hatte nun beide Hände frei
und spielte mit beiden so  allerlei
wennschon nicht grade wunderschöne
doch  völlig neue Gitarrentöne.

Ein Gitarrist  als Rötgesbüttel
trank Wein, bei  jedem  Lied  ein Viertel.
Und wurde immer  lustiger,
und dabei  immer  durstiger.
Er sagte, dass er  besser  spielte,
wenn Wein er in seinen Adern  fühlte.

Ein Mensch  war  komisch in sofern  als dass er
Gitarre spielte nur unter  Wasser.
Er spielte für Fische und Krabben und Quallen,
sich  selbst  und den Tieren  dort  zu Gefallen.
Die fänden  das  ausgesprochen  lustig
und das, sagt er, liegt an  der  Akustik.

Im Kulturzentrum von Meinersen
da wollte leider  keiner  ihn.
Man  sagte ihm ganz unverblümt:
„Werd´ du  erst  einmal  sehr berühmt.
Dich  werden  die Leute begeistert  begrüßen,
spielst  du die Gitarre mit deinen Füßen.“

Es war  in einer  Hochzeitsnacht,
da wurde ein  Bräutigam umgebracht.
Statt seine junge Frau  zu lieben,
begann er  auf der  Gitarre zu üben.
Sie hatte Temperament, das Mädel,
sie schlug die Gitarre ihm über den Schädel.

A guitarman  from Singapor
der  spielte auch  in Meinersen  vor.
Sein Spiel  war zart und so sympatisch
die Melodien so asiatisch.
Man  lud ihn zum Dank zum Chinesen  ein.
Da wird  er  wohl schon mal gewesen  sein.

Ein Wald-Gitarrist aus Kanada
wollte kommen,  doch  war  er  nicht da.
Er schickte jedoch  eine SMS,
in Englisch  und drum übersetze ich  dös:
„Ich hatte meine Gitarre gestellt
an  ´nen  Baum, und den  hab´  ich leider gefällt.“

Ein Gitarrespieler  aus Weyhausen,
begann zu  spielen  und hörte ein Brausen,
ein Brummen und Summen, und tiefes Drönen
von vielen noch  niemals gehörten  Tönen.
Es wurde ihm kalt und gleich  wieder  warm
Da entfloh aus dem  Schallloch ein Hornissenschwarm.

Ein Gitarrenspieler  aus Bokelberge
spielte im Walde für Feen  und Zwerge.
Sie tanzten  und sangen  und lachten  ihm zu.
Ich  spiel nur noch  hier. Und wißt ihr warum?
Hier  finde ich  endlich  mein Publikum.“

Dem Gitarrespieler  aus Westerbeck
nahm  der  Dorfpolizist  die Gitarre weg.
Er spielte im Auto mit Gliederverrenkung,
Gitarre trotz strikter Verkehrsbeschränkung.
Gesetze und Vorschriften  seien entbehrlich.
Ist Gitarrespielen gemeingefährlich?

Ein Gitarrespieler  aus Watenbüttel
spielte nie ohne zwei  Wadenwickel,
„Ich muß“, so  sprach er, „sie einfach  haben,
sonst  kriege ich  Krämpfe in den  Waden,
damit ich  damit meine Beine kühle,
sobald ich die  heißen  Akkorde spiele.

Ein Gitarrenspieler  aus Isenbüttel,
zeigte mir einen  Riesen-Knüppel.
Und sprach: „Ich  werde  jeden  erschlagen,
sollte jemand es wagen,
zu sagen, dass ihm mein Spiel nicht gefällt,
und ich  hätt grauenhaft die Gitarre gequält.“

von Hans-Jürgen Gundlach